11. August 2024
Es ist heiß. Schon am frühen Morgen. Wir wollen bis kurz vor Nantes. Fast 100 km. Der Wind hat gedreht. Zum ersten Mal haben wir Rückenwind. Und die Räder laufen nach ihrer Reparatur richtig flott. Der Fahrtwind bringt wenig Kühlung. Alles glüht. Sabines Tacho zeigt 42 Grad Celsius in der Sonne. Im Schatten 36 Grad. Doch Schatten gibt es nur vereinzelt. Neben uns fließt die Loire. Baden ist überall verboten. Es gibt gefährlichen Treibsand. Also keine Abkühlung. Es gibt auch keine Brunnen. Wir schwitzen. Die Franzosen scheint die Hitze nicht zu stören. Sie fahren Rad am Sonntag, vor allem Rennrad. Die Radtouristen quälen sich mit Kindern und viel Gepäck durch die Hitze. Für die Allerkleinsten in den Anhängern unter Plastikplanen ist es grenzwertig. Vor Nantes reicht es uns.
Wir fahren auf einen Camping Municipal. Sehr nett, sehr klein, sehr günstig. Dafür essen wir teuer im Restaurant und gar nicht so gut. Das einzige, was heute zu kalt ist, ist unsere Lammkeule. Morgen haben die Supermärkte wieder geöffnet. Wir können nochmal selbst kochen. Eine weitere Reparatur ist morgen notwendig. Von Sabines Lieblings-Teva-Sandalen haben sich die Sohlen gelöst. Wir brauchen einen Schumacher. Und dann kommen wir morgen vielleicht an den Atlantik.
Shopping -Tour
12. August 2024
Nach 20 Kilometern verlassen wir die Loire und fahren einen Umweg in einen kleinen Ort. Dort gibt es einen Schumacher. Er hat bis 12.30 Uhr geöffnet. Das sollten wir schaffen. Es geht durch Weinberge bergauf. Leider ist der Laden geschlossen. Einen Monat lang in den Sommerferien. Der lange Umweg ist umsonst. Im Leclerc vor Nantes soll auch noch ein Schuhmacher sein. Also fahren wir dort noch vorbei. Durch die sämtlichen Vorstädte müssen wir sowieso. Sabine rennt durch das riesige Einkaufszentrum. Irgendwo am Rande entdeckt sie den Laden. Der Mann ist sehr freundlich und erklärt Sabine, dass die Schuhe geklebt werden können, aber 3 bis 4 Tage fixiert werden müssten. Jeder andere Kleber würde nur 1 bis 2 Tage halten. Dann eben nicht. Sie werden nach Hause geschickt. Sabine kauft sich kurzerhand neue. Birkenstock aus Plastik, die gehen auch mit unter die Dusche.
Unsere Tour durch das gigantische Shopping-Stadtviertel geht weiter. Wir suchen nach einem Paketschalter, dann nach Gas für unseren Campingkocher. Bei beiden haben wir erst beim zweiten Anlauf Erfolg. Wir verlieren viel Zeit. Für die Innenstadt von Nantes haben wir keine Lust mehr. Und St. Herblain, die Partnerstadt von St. Ingbert lassen wir ebenfalls auf der anderen Loireseite liegen. Stundenlang dauert die Stadtdurchfahrt. Wir sind froh, endlich wieder kleine Straßen durch Wiesen und Wälder zu fahren. Unser Campingplatz liegt auf dem Land in Richtung Meer. Morgen ist es dann so weit, morgen kommen wir endlich an den Atlantik.
















2 Antworten zu „42 Grad“
Hallo ihr Zwei,
super, dass ihr schon über 1.000 km geschafft habt und das erste große Zwischenziel, den Atlantik, erreicht habt! 🌊🌅
Und mit den neuen Sandalen „Arizona EVA“ kann es ja nur rund laufen … 😉
Weiterhin gute Fahrt nun südwärts! 🚲🚲
Liebe Grüße aus der Heimat👋 😎
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Danke Eva😂👍.
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