13. August 2024
Die Loiremündung wollen wir nicht auslassen. Also fahren wir zurück. Die Loire ist sehr breit. Überall am nördlichen Ufer Industrie. Und am südlichen Sümpfe mit Schilf. An einem Aussichtsturm aus Treibholz halten wir an. Der Radweg führt über unbefestigte Wege unterhalb eines Damms. Am Loireufer gibt es viele Stege mit kleinen Fischerhütten und Reusen zum Fischfang. Eine riesige Brücke führt zum anderen Ufer nach St. Nazaire. Wir fahren geradeaus. Und plötzlich sind wir am Meer.
Nach 1147 Kilometern sind wir am Atlantik angekommen. Der erste Abschnitt unserer Reise ist geschafft. Wir fahren durch die ersten Badeorte. Vélocéan heißt nun unser Radweg oder Vélodyssée. Wir sind auf dem EV 1. Hier herrscht Hochbetrieb an Radfahrern. Der Radweg ist gut ausgeschildert. Oft geht er kreuz und quer durch Orte. Schnell kommen wir nicht voran. Doch es geht endlich nach Süden. Zwei Wochen sind wir nur nach Westen gefahren. Am Abend suchen wir einen Campingplatz. Der erste weist uns ab. Complet. Das kann ja heiter werden. Hier ist noch Hochsaison. Im gleichen Örtchen finden wir noch einen Platz. Doch die Zelte stehen so eng wie am Everest-Basecamp. Direkt neben uns eine nette Familie aus Baden-Württemberg. Abends dann noch lautes Animationsprogramm. An Schlaf ist nicht zu denken. Bis Ende August ist Hochsaison. Ein Franzose sagt zu Sabine: „Itˋs a little bit crazy“. So verrückt brauchen wir nicht jeden Abend.
Vom Massentourismus auf den Bauernhof
14. August 2024
Wir haben vergessen, dass wir vor ca. 25 Jahren schon mal in der Vendeé waren. Und nur im Stau standen, keinen Campingplatz fanden und alles einfach nur voll war. Damals kamen wir aus der Bretagne und sind schließlich nochmal dahin zurück gefahren. Es war Hochsaison und zu viel Tourismus. Heute schlagen wir dem Tourismus ein Schnippchen. Auf unserer Strecke wechseln wir zwischen Vélodyssée und Straße. So kommen wir gut voran. Am Morgen ist es noch schön kühl. Gut für Sabine, die von einem Insektenstich einen dicken Knöchel hat.
Die schönsten Strecken, durch Pinienwald, Dünen und an Felsküsten vorbei, fahren wir Radweg. Es geht langsamer als auf der Landstraße. Unzählige Radfahrer sind unterwegs. Dafür machen wir auf den Landstraßen ordentlich Tempo. Wir verlassen die Küste und fahren ins Inland. Über die Strecke eines Ironman 70.3. Das spornt an. Nun sind wir noch schneller. Wir haben uns zum Übernachten einen Camping à la ferme, einen Bauernhof, ausgesucht. Weg von der Küste. Wir haben viel Platz für unser Zelt. Abends spielt eine Reggae-Band und es gibt Moules frites. Alles sehr nett, ganz anders als der Trubel an der Küste. Und eher was für Radreisende.















Eine Antwort zu „Am Meer“
Die Kids in Extase sind ja sehr cute❣️🤣
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