Tschüss Vélodyssée

22. August 2024

Heute genießen wir noch einmal den Radfernweg Vélodyssée. Über 90 km fahren wir über perfekte Radwege durch Dünen und Wald. Traumhaft. Die Stecke heute ist für uns eine der schönsten. Sie ist wohl stark befahren, doch so breit, dass wir ohne Probleme überholen können. Oder von Rennradfahrern überholt werden. Auch die Ortsdurchfahrten von Seignosse und Hossegor sind radfahrerfreundlich. Ganze Spuren auf Straßen wurden zugunsten der Vélos aufgegeben und mit Randsteinen abgetrennt. Die Straßen sind nur noch einspurige Einbahnstraßen. Eine gute Idee auch für unsere Städte zuhause.

Unseren heutigen Campingplatz haben wir vor einigen Tagen reserviert. Sogar zwei Nächte. Wir haben Sabines neue Isomatte online dort hin bestellt. Es hat geklappt. Sie war schon vor uns da und liegt an der Rezeption. Der nette Mann dort schlägt uns einen anderen Platz als den reservierten vor. Es gibt spezielle Plätze für Vélodyssée, mit Bänken, Kühlschrank und Mikrowelle. Für ein Drittel des regulären Preises. Hier sind die Radfahrer unter sich. Sehr nett. Wir wollen zwei Tage bleiben, obwohl die Isomatte schon da ist. Wir müssen die Strecke in Spanien planen.

Noch immer haben wir nicht entschieden, ob wir den Camino Frances im Inland oder den Camino del Norte an der spanischen Nordküste fahren. Wir brauchen Zeit zum Planen. Wir sind im Baskenland. Bis zur Grenze sind es ca. 50 km. Typisch baskisch ist auch der Abend auf unserem Campingplatz. Baskische Tänze,  Euskal Dantzak, mit traditionellen Trachten und Musik. Die Männer tanzen dabei auf meterhohen Stelzen.

Exkurs: Die Vélodyssée ist eine 1.200km lange Radtour von Roscoff in der Bretagne bis Hendaye an der spanischen Grenze im Baskenland. Immer mehr oder weniger entlang der französischen Atlantikküste. Sie folgt dem EuroVelo 1 und ist leicht befahrbar. Außer in der Bretagne ist sie weitgehend flach. Meistens führt sie über Radwege. Deshalb ist sie auch für Familien mit Kindern geeignet.

Adieu Atlantique français

23. August 2024

Heute ist vor allem Planungstag. Wir müssen uns entscheiden. Inland oder Küste. Wir sammeln die Streckenfakten. Die Vor- und Nachteile. Wir vergleichen. Vorteile Küste: grün und nicht so heiß. Nachteile: viele Höhenmeter, Steigungen bis 26%, wenig Radwege, führt teilweise über Wanderwege, Regen??? Vorteile Inland: eventuell nicht so steil, EuroVelo 3 ausgeschildert, Nebenstraßen, interessante Städte, Pilgerinfrastruktur, trocken…Nachteile: auch Höhenmeter, heiß, nicht so abwechslungsreich… Was tun?

Stefan, ein deutscher Radfahrer, kennt beides und empfiehlt die Inlandsstrecke. Wir sind hin-und hergerissen. Zuerst gehen wir mal zum Strand. Zum letzten Mal im Meer baden. Eventuell bis Portugal. Die Wellen sind meterhoch. Dann entscheiden wir uns für den Camino Frances. Morgen geht es nach St. Jean-Pied-de-Port, dem Start des Haupt-Jakobsweges. Wir pilgern ab dort mit dem Rad.

Sonnenaufgang an der Dune du Pilat
Lange Schatten…
… in der Wüste.
Ninja Warrior bei Biscarosse
30 km Küste gesperrt für‘s Militär
Wie blöd: der Étang d‘Aureilhan ist für uns gesperrt.
Besuch zur Abendessenszeit
Durch die Dünen südlich von Mimizan auf perfekten Radwegen
Am Phare de Contis
Wald, Wald, Wald…
Eine Korkeiche hat sich in den Pinienwald verirrt
Hossegor: eine Straßenhälfte für Radfahrer abgesperrt
Das Zeichen der Vélodyssée kurz vor unserem Ziel in Labenne
Das hat geklappt: Die neue Isomatte ist bereits angekommen!
Heute gibt’s Minestrone…
… unsere Zeltnachbarn wären auch noch satt geworden.
Hinweise und Aufforderung unserer weiteren Wegplanung…
… sogar in dem kleinen Waldstück auf dem Weg zum Meer.
Kapelle in den Dünen
Sabine bereitet sich auf Maroc vor
Endlich ein Strand für uns…
… um bei den hohen Wellen die Badesachen nicht zu verlieren…
Ein letztes Rauschen am französischen Atlantik