22. Januar 2025
Unsere Räder sind noch da. Gerne haben wir sie nicht auf dem Pickup im Parkhaus gelassen. Natürlich mit Schlössern gesichert. Das Parkhaus wurde von 19 bis 6 Uhr geschlossen. Wir fahren zum Fährhafen und geben das Auto ab. Nun heißt es zwei Stunden warten. Wir haben uns einen perfekten Tag für die Schiffsfahrt über die Cook Strait gewählt. An den meisten Tagen ist die See stürmisch. Heute ist sie ruhig. Wir genießen die Aussicht von Deck auf die Bucht von Wellington und nach der Querung des Kanals auf den Marlborough Sound. Über eine Stunde dauert die Fahrt vom offenen Meer bis Picton. Sightseeing durch den Queen Charlotte Sound. Grüne bewaldete Hügel und Inseln reichen bis ans Meer.
In Picton wohnen wir in einem kunterbunten Hostel mit wunderschönem Garten. Hier sind viele Backpacker. Wir treffen auch die ersten Bikepacker. Auf der Nordinsel haben wir nur einen einzigen unterwegs gesehen. Picton ist eine kleine Stadt aber ein wichtiger Ausgangspunkt für Kajak- und Bootstouren und für den über 70 km langen Queen Charlotte Track. Wir kommen auf unserer Rückfahrt wieder. Dann paddeln, biken und wandern auch wir in den Sounds.
Unsere erste Rad-Etappe
23. Januar 2025
Vor Beginn einer Tour haben wir immer wieder Ehrfurcht vor der Strecke und dem Land, das uns erwartet. Trotz unserer bisherigen langen Touren. Doch es gibt noch verrücktere Leute. Sabine wird von einer Frau angesprochen, die sich für unsere Tour interessiert. Sie stammt aus Picton, wohnt aber in Großbritannien. Sie ist zum Training hier in ihrer Heimat. Sie plant von Canterbury in Großbritannien bis nach Canterbury in Neuseeland zu laufen. Sabine schaut sie verwundert an.
Für uns gibt es heute nur eine Straße in den Süden. Den Highway 1. Das heißt, alle Autos, Wohnmobile und Trucks fahren über diese Straße. Wir versuchen, auf dem Seitenstreifen zu bleiben. Er ist oft schmal, rauh und voller loser Steine. Es gibt keine Alternative. Außer auf einem 25 km langen Teil unserer Strecke. Wir können den Whale Trail, einen Radweg, fahren. Er verläuft über eine Seitenstraße, erst asphaltiert, dann Gravel. Durch Hügel mit gelbem Gras geht es über den Redwood Pass. Im Sommer ist hier nichts mehr grün, außer den Weinbergen. Es ist heiß: 37,5 Grad in der Sonne zeigt unser Thermometer. Das hätten wir in Neuseeland nicht erwartet. Nach einer Kaffepause mit einem Flat White geht es wieder auf den Highway. Nach 83 km kommen wir zu einem Motel mit Camping. Der Campingplatz ist geschlossen. Die nette Dame am Empfang bietet uns eine Cabin an. Sie stöhnt über die Hitze und schenkt uns zur Erfrischung zwei Radler.




















Eine Antwort zu „Zur Südinsel“
danke für den ersten Tourbericht
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