09. März 2025
Ein Shuttle-Bus holt uns kurz nach 8 Uhr am Campingplatz ab. Wir fahren nach Kaiteriteri, dem Eingangsort zum Abel Tasman Nationalpark. Es ist der kleinste Nationalpark Neuseelands. Das Gebiet, das vom Meer aus bis in Höhen von 1150 m reicht, wurde 1942 zum Nationalpark. 300 Jahre nach der Landung seines Entdeckers, dem niederländischen Seefahrer Abel Tasman. Er ging hier 1642 vor Anker, um Wasser und Vorräte aufzufrischen. Māori lebten hier schon viel früher. Von den Eingriffen der Siedler ist heute nichts mehr zu sehen.
Der Regenwald reicht bis zum Meer. Es gibt zahlreiche kleine Buchten mit goldenen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser. Über 70 Vogelarten sind hier heimisch. Wir wollen eine Etappe des 60 km langen Abel Tasman Coast Tracks gehen. Ein Sea-Shuttle bringt uns zum Start. Nachmittags werden wir an unserem Ziel wieder abgeholt. Ein toller Wanderweg. Es geht durch den Regenwald mit über 100 Jahre alten Bäumen und Riesenfarnen. Überall zwitschern die Vögel. Wir passieren rauschende Flüsse über Hängebrücken. Ab und zu haben wir grandiose Aussichten auf Buchten und einsame Strände. Und dahinter die türkisfarbene bis dunkelblaue Tasman Bay. Und der strahlend blaue Himmel. Denn schönes Wetter haben wir ebenfalls gebucht.
Es ist einiges los auf dem Track. Er ist sehr populär. Viele wandern die 60 km in 3-4 Tagen und übernachten in Camps in den Buchten. Es gibt dort ein Toilettenhäuschen und Wasser zum Abkochen. Das Essen für vier Tage muss man im Rucksack schleppen. Bequemer, aber sehr teuer, ist es mit Komplettpaketen von einigen Anbietern. Sie bieten Übernachtungen in Lodges, mit Essen und Gepäcktransport an. Wir wandern die schönste der vier Etappen. Die Wartezeit auf unseren Rückfahr-Shuttle verkürzen wir mit einem Bad im Meer an einem traumhaften Strand. Der erste Tag im Abel Tasman Nationalpark ist ein Highlight unserer Reise.
Abel Tasman Kayaking
10. März 2025
Die einzigartige Landschaft des Abel Tasman Nationalparks wollen wir heute vom Meer her erkunden. Wir haben eine ganztägige Kajaktour gebucht. Wieder werden wir morgens am Campingplatz abgeholt. Einige junge Leute steigen später in den Kleinbus ein. Oh je, nur junge Leute und wir Oldies? Doch wir bekommen einen privaten Guide. Griff begleitet nur uns beide auf unserer ersten Seekajak-Tour. Kanadier, also Kanu, sind wir schon öfters gefahren. Aber noch nie Kajak im Meer. Griff weist uns ein. Falls wir umkippen, müssen wir keine Eskimo-Rolle können. Die Spritzdecke ist leicht lösbar.
Erstaunlicherweise ist das Kajak viel leichter zu händeln als ein Kanu. Wir paddeln an der Küste entlang. Vom Meer aus sieht sie paradiesisch aus. Wald bis zum Meer und viele viele kleine Buchten mit gelbgoldenen Stränden. Eingerahmt von Granitfelsen, die wie Skulpturen aussehen. Wer hat nur diese einmalig schöne Landschaft entworfen? An einem Strand gehen wir an Land und machen Pause. Griff zaubert uns mit Gaskocher und Milchschäumer einen perfekten Flat White. Ein Lunchpaket gibt es auch dazu. Bevor wir weiterpaddeln, schwimmen wir im kristallklaren Meer. Schöner geht nicht!!!
Unser Guide liebt diese atemberaubende Landschaft. Mit Begeisterung erklärt er uns die Flora und Fauna des Parks. Er zeigt uns Robben und seltene Komorane auf einer Insel. An seinem Lieblingsplatz machen wir eine zweite Rast. Hier nisten die kleinen blauen Pinguine. Doch tagsüber sind sie mit ihrem Nachwuchs im Meer. Die Rückfahrt wird dann noch richtig anstrengend. Der Wind frischt auf. Die Wellen sind bestimmt ein Meter hoch. Mit Rückenwind kommen wir schnell voran. Wir paddeln über 16 km und haben zum ersten Mal auf der Tour unsere Arme und Schultern belastet. Der zweite Tag im Abel Tasman Nationalpark war noch beeindruckender als der erste.





















