2. Juli 2026
Oslo empfängt uns freundlich. Der angekündigte Regen bleibt erst mal aus. Wir fahren als Erste aus der Garage. Die ganze Schlange von LKWs, Wohnmobilen, PKWs hinter uns her. Auf der Schnellstraße kommen wir gut aus Oslo heraus. Der Durchgangsverkehr wird durch viele Tunnels schnell aus der Stadt herausgeführt. So kann die City weitgehend autofrei bleiben. Fußgänger und Radfahrer sind in Oslo wichtiger als Autos. Wir biegen ab auf eine Autobahn in Richtung Bergen. Wir möchten bis Fagernes. Ungefähr 200 Km nach Norden. Irgendwann endet die Autobahn. Die Landstraße führt an Meeres-und Inlandsfjorden vorbei. Durch viele Wälder und immer mit Blick auf ein Gewässer. Es ist ein entspanntes Fahren. Keiner fährt schneller als die Höchstgeschwindigkeit von 80 Km/h. Das schafft auch unser Bulli. Wir werden ein einziges Mal überholt.
Auf dem Campingplatz in Fagernes setzt dann doch der Regen ein. Unser Alternativprogramm zum Rad fahren befindet sich gleich neben dem Campingplatz: ein großes Freilichtmuseum. Dann eben Kultur statt Sport. Mit Schirm und Regenjacken spazieren wir stundenlang über die Halbinsel. Norwegen ist ein regnerisches Land. Damit hatten wir gerechnet. Auch gleich am ersten Tag.
In der Sonne um den Fjord
3. Juli 2026
So niedrige Temperaturen sind wir nicht mehr gewöhnt. Nach drei Wochen Hitzewelle zuhause. Unsere dicken Decken haben wir nicht dabei. Und die Schlafsäcke sind verstaut in den Wanderrucksäcken. Sabine friert unter ihrer Sommerdecke. Mit Hose, Jacke und Strümpfen bekleidet, wird ihr dann wärmer. Morgens kommt die Sonne ab und zu durch die Wolken. Wir gehen Rad fahren. Mit kurzen Hosen und Shirts. Eine Runde um den Strandafjord. Zum Einfahren. Auf einer Panoramastraße müssen wir umkehren. Ein Wasserfall hat eine Brücke zerstört. Sie wird gerade neu gebaut.
In der Ferne sehen wir die Berge südlich von Jotunheimen. Es liegt noch sehr viel Schnee auf dem Fjell. Hoffentlich können wir unsere geplanten Wanderungen machen. Auf jeden Fall müssen wir uns warm anziehen. Die Norweger sind kälteresistent. Wikinger eben. Sie lieben es bei jedem Sonnenstrahl oberkörperfrei umherzulaufen. Und ihre Kinder plantschen stundenlang im eiskalten Fjord. Das können wir auch. Unser Baden im Fjord gleicht aber eher einem Eisbaden. Kurz eintauchen und schnell wieder raus. Wir stammen halt nicht von Wikingern ab. In der Sonne wird uns wieder warm. So könnte es weitergehen. In der Sonne strahlt die Landschaft in einem sehr intensiven Licht.
















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