Nach Norden

Ihr lautes Rufen lässt uns zum Himmel schauen: 40-50 Kraniche kreisen über uns, um an Höhe zu gewinnen. Kurz darauf fliegen sie wie an einer Perlenschnur aufgereiht in perfekter Formation. Die Kraniche kehren nach Norden zurück und erwecken in uns beim Rad fahren durch den heimischen Wald die frohe Erwartung, in drei Wochen den Kranichen zu folgen und ebenfalls nach Norden zu reisen. Während zu Hause der Frühling mit Macht Einzug hält, das Jammern vieler Zeitgenossen über den kalten Winter endlich ein Ende hat, rüsten wir unsere Skitourenausrüstung und freuen uns auf den Schnee im norwegischen Fjell. Oftmals ernten wir damit nur ein leises Bedauern. Eine Sehnsucht nach Wärme und Süden versteht jeder, doch worin liegt der Reiz, im Frühling T-Shirt mit Winterklamotten zu tauschen und sich bei frühlingshaften Temperaturen Minusgrade zu wünschen?

2006 waren wir das erste Mal mit unseren Backcountry-Ski in Norwegen auf Tour. Der Verkäufer der breiteren Langlaufski mit Stahlkanten hatte uns prophezeit, dass Skandinavien im Winter nach dem ersten Abenteuer süchtig macht. Er sollte Recht behalten, wir waren seitdem, außer in den Corona-Jahren, in jedem Jahr im norwegischen oder schwedischen Fjell unterwegs. Auf die nächste Tour wollen wir euch mitnehmen.

Seit Dezember sind wir wieder zu Hause, fast 8000 Radkilometer sind wir vom Nordkap bis Malta gefahren. Die Zeit in Deutschland genießen wir mit Familie und Freunden, trainieren fleißig für unsere weiteren Touren und arbeiten die vergangene Tour auf. Viel Zeit verbringen wir mit der Planung unserer beiden nächsten Abenteuer. Eine zweiwöchige Backcountry-Ski-Tour in Norwegen und ab Mitte April eine über 4000 km lange Radtour von Rhodos zurück ins heimatliche Saarland. Wir planen die etwas umständliche Anreise bzw. Abreise mit Bahn und Fähre, denn Flugreisen wollen wir vermeiden. Und viel Zeit erfordert die Streckenplanung und die Einarbeitung in unser GPS-System. Dies ist in Norwegen sehr wichtig, da wir uns nicht darauf verlassen können, dass vor Ostern alle Routen im Fjell, der norwegischen Hochebene, schon mit Kvister, Markierungsstöcken, abgesteckt sind. Dazwischen nutzen wir alle Gelegenheiten, mit unseren Langlauf-Skiern zu trainieren. Wir waren an Weihnachten im Wallis, Schweiz, im heimischen Wald bei 30 cm Neuschnee und mehrmals in den Vogesen langlaufen. Dazwischen fahren wir Rad, ganz untrainiert wollen wir im April ja nicht losfahren.

Nun freuen wir uns auf Norwegen. Einen aktuellen Blog können wir dort jedoch nicht schreiben. Es gibt keine Elektrizität und keinen Mobilfunk in den Hütten, unser Handy bleibt ausgeschaltet. Aber sobald wir zu Hause sind, holen wir das nach. Versprochen!

Über Neujahr sind wir mit Sarah zum Langlaufen…
… auf der Goms im Schweizer Wallis.
Im Januar im heimischen Wald bei 30 cm Neuschnee
Im Januar in den Vogesen am Lac Blanc auf der Route des crêtes
Im mysitischen Nebel oberhalb des Col du Calvaire…
… erinnert uns dieses faszinierende Schauspiel an Nordlichter.
Winterwanderung im Februar auf den Donon in den Nordvogesen
Bei einer frühlingshaften Radtour freuen wir uns über das erste Eis…
… bevor wir im März wieder ins Eis im norwegischen Fjell starten.
Solche Eindrücke erwarten wir in Skarvheimen
… und in Huldreheimen.
Und so haben wir unsere Skitour geplant!
(Auf das Bild klicken und die Karte öffnet sich in Komoot!)

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