11. Juli 2026
Zurück nach Otta fahren wir immer bergab. Wir möchten zwei Tage Rad fahren, bevor wir in Rondane nochmal drei Tage wandern. Die schmerzenden Muskeln lockern. In Otta füllen wir unsere Vorräte auf. Dann wollen wir zum Campingplatz. Doch unser lieber Bulli streikt mal wieder. Er schafft es nur bis zur Ausfahrt aus dem Supermarkt-Parkplatz. Wir schieben ihn in eine Ecke, damit die Ausfahrt nicht völlig blockiert ist. Was tun? Versuchen wir selbst Benzin anzusaugen, damit die Benzinpumpe versorgt wird? Oder lassen wir uns wieder vom ADAC helfen? Wir entscheiden uns für die zweite Lösung. Von Deutschland aus organisiert uns der ADAC einen Helfer in Norwegen. Nach einer Stunde meldet er sich telefonisch. Er hätte noch viele andere Jobs vor uns und es würde 2,5 bis 3 Stunden dauern. Dann wird es wohl nichts mehr mit Muskeln locken beim Rad fahren.
Also doch die erste Lösung. Hoffentlich klappt die Selbsthilfe. Wir räumen unser Gepäck vom Motorraum im Heck. Mit langem Schlauch und Klistier als Pumpe legen wir unserem Bulli quasi einen Stent. Wir pumpen Benzin in den Benzinkreislauf. Nach einigen Versuchen klappt es. Der Bus läuft. Und wir haben unsere Prüfung als Automechaniker bestanden. Vom Campingplatz in Otta aus können wir dann doch noch Rad fahren.
Ein normaler Urlaubstag
12. Juli 2026
Wir bleiben noch einen Tag auf dem Campingplatz in Otta. Zwischen all den riesigen Wohnmobilen. Ein normaler Urlaubstag ist geplant. Aber nicht so normal wie die Besitzer der Wohnmobile. Die sitzen einfach den ganzen Tag in ihren Hochlehn-Stühlen. Heute bei den sommerlichen Temperaturen natürlich mit freiem Oberkörper oder Bikini. Das ist nichts für uns. Wir frühstücken gemütlich und düsen los. Mit den Rädern fahren wir immer am Fluss Otta entlang bis Vågåmo. Rauf und runter auf einer Straße ohne Autos. Neben uns rauscht der breite türkisblaue Fluss.
In Vågåmo können wir nicht widerstehen. In einem kleinen Kafe in einem alten Holzhaus gibt es leckere Kanelboller. Die besten bisher in Norwegen. Sabine besichtigt noch die Holzkirche aus dem Jahr 1625. Mit interessanten Schnitzereien. Dann fahren wir auf der anderen Flussseite zurück. Hier herrscht Sonntagsausflugsverkehr. Nach 12 km retten wir uns über eine Brücke wieder an das andere Ufer. Und wir sind allein auf der kleinen Straße vom Hinweg. Danach sitzen wir dann doch noch vor unserem Bus. Klaus stellt den Blogbeitrag fertig und Sabine packt ihren Rucksack für die Fjellwanderung morgen. Ein ganz normaler Urlaubstag.









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